Tine Rahel Völcker
Premiere: 28.02.2026
Theater und Orchester Heidelberg
Regie: Jana Vetten
Bühne: Camilla Hägebarth
Kostüme: Eugenia Leis
Musik: Cornelius Borgolte
Dramaturgie: Maria Schneider
Phryne: Henriette Blumenau
Agamemnon: Friedrich Witte
Menelaos: Steffen Gangloff
Klytaimnestra: Katharina Quast
Iphigenie: Nele Christoph
Achill: Martin Wißner
Elektra: Helene Krüger
Orest: Leon Maria Spiegelberg
Chor aus Marmor, Chor der Follower von Elektra
Chor aus Marmor, Chor der Follower von Elektra
Friedrich Witte
Steffen Gangloff
Martin Wißner
Statisterie des Theaters und Orchesters Heidelberg
Klytaimnestra hat die Macht in Mykene übernommen. Ihren Mann Agamemnon ermordete sie zuvor bei dessen Heimkehr aus dem trojanischen Krieg, aus Rache für den Tod ihrer Tochter Iphigenie. Die junge Frau wurde von Agamemnon geopfert für »günstige Winde«. Jetzt versucht Klytaimnestra, einen weiblich geprägten Gegenentwurf der Macht aufzustellen. Doch ihre zweite Tochter Elektra schlägt sich auf die Seite des toten Vaters. In die Machtkämpfe einer der schwierigsten Mythenfamilien Griechenlands gerät zudem Phryne: Sie ist eine Hetäre, unfrei bei Hof gehaltene Sexarbeiterin, die am liebsten das ganze alte System auf einmal in die Luft jagen würde …
Regisseurin Jana Vetten zeigt mit »We Are Family« einen vielschichtigen antiken Stoff in neuem Gewand, der 2024 als Auftragswerk für das Schauspiel Köln entstand. Für Heidelberg schrieb Tine Rahel Völcker einen neuen Schluss, der nun zur Uraufführung kommt.
Pressestimmen:
Mit »Witz und Verstand« habe Autorin Tine Rahel Völcker gearbeitet und die »Regisseurin und das hochtalentierte Ensemble« hätten sich »mit großem Kunstverstand« auf Text und Atriden-Mythos eingelassen, schreibt Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (2. März 2026). Regisseurin Jana Vetten beherrsche die »Stilmittel«, dem Ensemble schaue man »gerne zu«, die Ausstattung passe »hervorragend zum Gesamtarrangement« und zum Schluss empfiehlt der Kritiker, sich nach entsprechender Vorbereitung auf den Stoff (»Schlag nach bei Aischylos & Co., bei Wikipedia oder im Brockhaus.«) den Abend »sogar zwei- oder dreimal anzusehen. Denn wer häufiger zuschaut, sieht ebenfalls mehr.«
In Heidelberg »brilliert mit dem Text das Bühnenbild«, das veranschauliche, dass nur »scheinbar museale Konflikte dargestellt« würden, schreibt Manfred Jahnke in Die deutsche Bühne (online, 1. März 2026). Regisseurin Jana Vetten lege auf die »Herausarbeitung« »verschiedener politischer Repräsentationsformen« großen Wert, zunächst mit »großem Spaß« und dann »immer ernstere[m] Ton«.
Von einem »sehenswerten Theaterabend« in der Regie von Jana Vetten berichtet Ute Maag im Mannheimer Morgen (3. März 2026). Camilla Hägebarths Bühnenbild sei »spektakulär«, an den Kostümen von Eugenia Leis sende selbst »das Schuhwerk Botschaften« und Cornelius Borgoltes Musik bewiese »Sinn für Pathos und Popkultur« – dazu spiele das Ensemble »famos«.
